„Kleine Musiker ganz groß“ 2015

Abschluss-Konzert des Wachtberger Kinder- und Jugend-Kulturtages

Alles stimmte am 13. Juni 15! Die jungen Musiker hätten sich kein prächtigeres Ambiente und kein schöneres Wetter wünschen können. Auch noch zusätzliche Stühle mussten geholt werden, denn die Zuhörer strömten auf die Burg Adendorf. Zusammen mit Freifrau und Freiherr von Loë hatte der Förderverein „Kunst und Kultur in Wachtberg e.V.“ die jungen Solistinnen und Solisten in den prachtvollen Renaissance-Innenhof eingeladen. Zum vierten Mal präsentierten sich die Künstler bei diesem Abschluss-Konzert; einige von ihnen waren schon mehrmals dabei.
Das Geschwisterpaar Paulina, Violine, und Julius Bauß, Klavier, eröffneten die musikalische Reise durch einige Jahrhunderte mit der Romance op.123 von Charles Dancla. Die jüngste Teilnehmerin im Vorschulalter Katja Naß, Sopranflöte, erntete besonderen Applaus für fehlerfreies Spielen der Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus W. A. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. Es ging weiter mit Mozart; aus der Oper „Don Giovanni“ spielte Helena-Kalliope Franke am Klavier die „Champagner-Arie“. Carolus Conradi interpretierte auf dem Englischhorn gekonnt das Vivace aus der Sonate F-Dur von G. F. Telemann. Das Trompeten-Trio, Jonathan Heuer, Sebastian Naß und Julius Weber, trauten sich an die modernen Rhythmen, „La Bamba“ von Richie Valentes und „Sing, sing, sing“ von Louis Prima. Auch Charlotte Spiehs, eine der jüngsten Teilnehmerinnen, griff schwungvoll in die Tasten mit „The Entertainer“ von Scott Joplin. Klassisch ging es weiter mit zwei Sätzen aus der Sonate in B von J. B. Loeillet mit dem Solisten Vincent Rau auf der Trompete. Mit einer ausdrucksvollen und geschulten Stimme interpretierte Anna-Maria Franke den Song von Whitney Houston „I will always love you“. Ein Trompetensolo von Sebastian Naß versetzte die Zuhörer wieder in die Vergangenheit mit dem „Gefangenen-Chor“ aus der Oper „Nabucco“ von G. Verdi. Am Klavier zu vier Händen hörte man Sophie und Ferdinand Tollmann mit zwei kurzen, aber klangvollen Stücken, „Zirkus Rag“ von H. Warner-Buhlmann und „Bei György in Ungarn“ von L. Grethen. Eine Volksweise aus Hals von 1840 „Passauer Walzer“ blies Anni Fritzsche auf der Blockflöte. Lina Förster hatte sich die sanften Oldies „Moon River“ von Henry Mancini und „True Love“ von Cole Porter für das Klavier ausgesucht. Zum Abschluss wurde es wieder klassisch. Vera Merziger spielte auf ihrer Violine von P. Tschaikowsky „Lied ohne Worte“ op. 2 Nr.3 und anschließend Marie Tollmann am Klavier eine Etüde von Moszkowky.
Freifrau Gabriela von Loë, zweite Vorsitzende von „Kunst und Kultur in Wachtberg“ moderierte gekonnt und gefühlvoll durch dieses wunderbare Konzert. Der Vorsitzende des Fördervereins Alfred Schneider dankte allen Musikerinnen, Musikern und den Gastgebern mit Blumen. „Es ist einfach großartig, auf welchem Niveau hier musiziert wird und welche musikalischen Künstler in Wachtberg heranwachsen!“ (C.v.D.)